Die Deutsche Stammzellspenderdatei SÜD
Anfang der 80er Jahre begann Professor Shraga Goldmann die Daten von freiwilligen Stammzellspendern und Familienspendern in einer Knochenmarkspenderdatei zu sammeln und externe Suchanfragen eigenhändig zu bearbeiten. Hieraus ging 1986 die erste Knochenmarkspende eines Ulmers für einen Tübinger Patienten hervor.
Mit Gründung des ZKRD 1992 in Ulm wurden die gesammelten Spenderdaten aus Deutschland zentral verwaltet und somit für die ganze Welt zugänglich gemacht. Die gezielte Suche nach kompatiblen, nicht-verwandten Knochenmark- und Stammzellspendern für Patienten aus der ganzen Bundesrepublik blieb weiterhin einer der Schwerpunkte der Ulmer Transplantationsimmunologischen Abteilung.
In den ersten Jahren konzentrierte sich die Rekrutierungsarbeit der Ulmer Spenderdatei auf Blutspender. Später konnten durch die finanzielle Unterstützung verschiedener Sponsoren sowie durch die aktive Mitarbeit von Privatinitiativen, Selbsthilfegruppen und des Lions- bzw. Rotary- Clubs Knochenmarkspende-Aktionen für Patienten außerhalb der regulären Blutspendetermine eigenständig durchgeführt und das Interesse für dieses Thema in der Bevölkerung „in Ulm und um Ulm herum“ geweckt werden. Durch diese Aktivitäten wuchs die Anzahl der in der DSSD SÜD registrierten Spender stetig, so dass im September 2009 der 50.000ste Spender in unsere Datei aufgenommen werden konnte. Im gleichen Jahr konnte auch die 500ste Stammzellentnahme eines Ulmer Dateispenders verzeichnet werden.
Das Erreichen dieser Meilensteine motiviert, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen: die Zahl der registrierten Stammzellspender soll weiter erhöht und die Typisierung der Gewebemerkmale weiter verfeinert werden. Das Ziel ist, möglichst für alle Patienten, welche eine Stammzelltransplantation benötigen, auch einen optimal passenden Stammzellspender zu finden!
| Anfang der 80er Jahre: | |
| Listung der ersten freiwilligen Stammzell-spender durch Prof. Dr. med. Shraga F. Goldmann in einer „Spenderdatei“ | |
| 1986 | Erste Knochenmarkspende eines Ulmer Spenders für einen Tübinger Patienten |
| 1992 | Gründung des ZKRD (Zentrales Knochenmarkspenderregister Deutschland) auf Initiative von Prof. Dr. med. Shraga F. Goldmann und Dr. Dr. Carlheinz Müller |
| 1997 | Akkreditierung des mit der Spenderdatei assoziierten HLA-Labors durch die European Federation of Immunogenetics (EFI) |
| 2001 | Eingliederung der Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Ulm in das neu gegründete IKT (Institut für klinische Transfusionsmedizin und Immungenetik Ulm gemeinnützige GmbH, Ärztlicher Leiter Prof. Dr. med. Hubert Schrezenmeier) |
| 2002 | Erste überregionale Spendenaktion mit mehr als 4.100 Spendern in Landshut am 21.April |
| 2002 | Aufnahme des 10.000sten Spenders in die Ulmer Spenderdatei |
| 2004 | ISO-Zertifizierung des HLA-Labors und der Spenderdatei unter dem neuen Leiter der Abteilung Transplantationsimmunologie, Herrn PD Dr. med. Joannis Mytilineos |
| 2006 | Akkreditierung der Ulmer Spenderdatei durch das ZKRD |
| 2006 | Kooperationsvertrag mit dem Lions-Club Friedrichshafen-Bodensee |
| 2007 | Übernahme der Spender aus der KMS-Datei Tübingen |
| 2007 | Umbenennung zu KSS (Knochenmark- und Stammzellspenderdatei)-ULM und Einführung der Sympathiefigur TOM – das Chromosom |
| 2009 | Registrierung des 50.000sten freiwilligen Stammzellspenders und 500ste Stammzellspende eines Spenders aus der Ulmer Datei |
| 2009 | Zusammenschluss der regionalen Dateien der DRK-Blutspendedienste Ost, Nord und Baden-Württemberg – Hessen zur Deutschen Stammzellspenderdatei (DSSD). Umbenennung von KSS-Ulm zu DSSD SÜD |

Umbenennung zu KSS (Knochenmark- und Stammzellspenderdatei)-ULM und Einführung der Sympathiefigur TOM – das Chromosom